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Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung

Alex Demirović / Julia Dück / Florian Becker u.A. (Hrsg.)

VielfachKrise im finanzmarktdominierten Kapitalismus

Was ist eigentlich unter Krise(n) zu verstehen, wie hängen sie zusammen, und wie könnte eine Politik gegen die Krisen und über sie hinaus gehen? Die bürgerliche Öffentlichkeit neigt dazu, den Krisenzusammenhang zu verharmlosen. Doch den Kapitalismus gibt es nicht ohne Krisen. Diese mal schwächeren, mal stärkeren Krisenerscheinungen sind auch nicht auf die ökonomische Dimension zu beschränken. Die Diskussion in der Linken und den sozialen Bewegungen vermeidet eine solche Reduktion, da sie auch andere Krisen wie die Energie- oder die Klimakrise in den Blick nimmt. So wird von kritischen Intellektuellen auf eine Reihe von Krisen hingewiesen, die aktuell die gesellschaftliche Reproduktion durchziehen und sie mehr oder weniger stark gefährden.

Allerdings lässt sich auch immer wieder beobachten, dass Akteure ihre "Lieblingskrise" haben und diese gegen andere ausspielen. Dabei drohen Zusammenhänge verloren zu gehen: Wie stark sind die Gefährdungen, die von den jeweiligen Krisen ausgehen? In welcher Weise hängen diese Krisen zusammen? Welche sind dominant? Wie dynamisieren sich diese Krisen wechselseitig, schaukeln sie sich auf oder blockieren sich? Nicht zuletzt stellt sich die Strategiefrage: Soll man über Krisen froh sein, weil sie Anlässe zur Veränderung sind? Soll man Krisen bekämpfen? Wenn ja, kann man sie so bekämpfen, dass die Überwindung der Verhältnisse gelingt, unter denen solche Krisen zustande kommen?

Autor_innen

  • Alex Demirović

    , geb. 1952, promovierte in Philosophie mit einer Dissertation über marxistische Ästhetik. 1992 habilitierte er sich mit einer epistemologischen Studie über die Entwicklung der Kritischen Theorie in den 1950er und 1960er Jahren: "Der nonkonformistische Intellektuelle". Von 1990 bis 2001 war er Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung und befasste sich mit empirischen Forschungen zu neuen sozialen Bewegungen und Demokratieentwicklung, zu Rechtsradikalismus und Rassismus und zur Hochschulentwicklung. Seine weiteren Forschungsthemen sind Demokratietheorie, Wirtschaftsdemokratie und kritische Gesellschaftstheorie. Er hatte zahlreiche Gastprofessuren inne und ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland, Mitglied des Beirats des Bundes demokratischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Fellow der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

  • Julia Dück

     ist Studentin der Politikwissenschaft an der FU Berlin.

  • Florian Becker

     ist Student der Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.

  • Pauline Bader

     ist Studentin der Politikwissenschaft an der FU Berlin.

Bibliographische Angaben

VSA:Verlag
2011
232 Seiten
€ 16,80
ISBN 978-3-89965-404-2
Zur Verlagsseite

Rezension

Von Andreas Eis im Portal für Politikwissenschaft

Dateien

  • Inhaltsverzeichnis und Leseprobe »VielfachKrise« pdf, 119.14 KB

Stichworte

  • Politische Ökonomie
  • Internationale Politische Ökonomie
  • Krise
  • Kapitalismus

Veröffentlichungen

  • AkG-Buchreihe
  • Veröffentlichungen von AkG-Mitgliedern
Foto: flickr.com, Robert Agthe (Licence: CC BY 2.0)

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